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Comment: Title changed from " Wer sich Großteils von Fertiggerichten ernährt, lebt ungesund" to "Wer sich Großteils von Fertiggerichten ernährt, lebt ungesund".

Diesen Satz haben die Meisten sicherlich schon einmal in der einen oder anderen Form zu hören bekommen. Jedoch fußt diese Aussage auf hören Sagen oder kann Sie auch einer wissenschaftlichen Überprüfung standhalten? Um auf eine mögliche Assoziation zwischen dem Verzehr von Fertiggerichten und der Inzidenz von noncommunicable diseases rückschließen zu können, haben Laure Schnabel und Kollegen, Daten einer aktuellen in Frankreich durchgeführten Kohortenstudie analysiert. Dabei wurden die ernährungsrelevanten Daten von 44 551 Teilnehmer (73,1%Frauen) mit einem mittleren Alter zu Studienbeginn von 56,7 (±7,5) Jahren eingeschlossen. Der durchschnittliche Anteil an Fertiggerichten war 29,1% der Gesamtenergieaufnahme mit einer Schwankungsbreite von ±10,9% wobei vornehmend jüngere Menschen zur Aufnahme von Fertiggerichten neigen (P < .001). 15,98% [0,11%]; P <0,001) und ein niedrigeres körperliches Aktivitätsniveau (15,56% [0,08%]; P <0,001). Die statistische Auswertung zeigt, dass ein erhöhter Anteil von Fertiggerichten in der Ernährung mit einem erhöhten Risiko zu versterben verbunden war.(HR pro10% Zuwachs 1,14; 95% CI 1,04-1,27; P = 0,008). Jedoch ist bei der Interpretation, der angegeben Daten eine gewisse Vorsicht geboten, da es sich um eine Assoziation und nicht um eine Kausalität handelt. Weiters ist die Ernährung auch immer im Kontext der Lebensumstände zu deuten, und so neigen Menschen mit ungesünderem Lebensstil vermehrt zur Aufnahme von Fertiggerichten. Zu klären bleibt, ob die hier gezeigte positive Korrelation, reine Symptomatik eines ungesunden Lebensstiles ist oder eher ein Indikator für negative gesundheitliche Folgen eines vermehrten Verzehrs an ultraprozessed food ist. Quelle: AKE Nutrition